Auf Tour mit dem Bayerischen Rundfunk


Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie Fernsehen entsteht. Aufgrund des Artikels in der NN von Herrn Stoffels (dafür an dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank an ihn) sprach mich Frau Schmitt vom Bayerischen Rundfunk an und fragte mich, ob ich Lust hätte, das es über mein Hobby auch noch in der Abendschau einen Beitrag gibt, und das ist das Resultat: Gleistreff im BR. Diese Seite zeigt den umgekehrten Blick, wie entstand der Fernsehbeitrag.



^ Wir starten nach der ehemaligen Brücke Schafhofstraße.


^ Hier war der erste Dreh. Ein paar mal einfach auf dem Schotter laufen, mal auf die Kamera zu, von der Kamera weg.


^ Besonderes Interesse erweckte der Schotter, denn nur dann hat das Ganze ja auch einen Bahnbezug. Der Außenring ist bei mir in der Nähe und selbst auf kurzer Strecke abwechselungsreich.


^ Erstaunlich wie kompakt die Technik geworden ist, das einer alleine alles tragen und bedienen kann. Man sieht, ich hänge geistig weit in der Vergangenheit, die Fernsehtechnik, die ich noch vor meinem Auge hatte, war eher so in Möbelgröße... Gut, wenn schon mein Röhrenfernseher ungefähr soviel wie eine Waschmaschine und Kühlschrank zusammen wiegen, was müssen dann erst die Kameras gewogen haben, die manchmal bei alten Sendungen im Bild auftauchen? Heutzutage sieht eine Fernsehkamera dagegen wie ein etwas großer Fotoapparat aus. Jedenfalls keine Möbel...


^ Neben diversen Vorbeilaufszenen entstanden auch Schüsse direkt in Richtung der Kamera, auch davon benötigten wir einige.


^ Später hab ich versucht, einfach so so knpisen, wie ich es sonst tun würde, damit die Fotografierzenen "natürlicher" wirken, auch wenn ich die Strecke schon ein paar mal begangen hab, und dort kaum Überraschungen warten.


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^ Am Außenring, obwohl deutlich länger als der Innenring außer Betrieb, kam man eher durch, als am Gleis gen Ostbahnhof.


^ Und das Gefähl mitten in der Wildniss zu sein, was ich auf vielen Strecken ja wirklich habe, kann man dank des deutlich nasseren Sommers, der das Grün mal wieder kräftig spriesen lässt, auch "simulieren", obwohl wir noch inmitten von Häusern, ja inmitten der Stadt, sind.


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^ Hier mal wieder demonstratives "Knipsen" für die Kamera. Was übrigens den Ton betrifft, hatte ich am T-Shirt ein kleines Micro, dessen Sendeeinheit in einer der Taschen meiner Hose gut versteckt war. Allerdings war ich beim Hören tatsächlich verblüfft, das ich inzwischen doch so einen starken fränkischen Einschlag hab. Früher war ich mal auf mein Hochdeutsch stolz... Muss da immer an Bernd Regenauer denken, der in einer Kabarett-Nummer (nicht ganz wörtlich) sagt: "Also wenn ma an Franken sicht, zum Beispiel im Fernsehen, also wenn mern sicht, sicht mehr no nix, aber wen mern hört, no sicht mehr, dass des a Franke is. Früher war des für alle Beteiligten immer peinlch. Also für alle, wo des ghöhrt haben, wor des peinlich. Heut is des für die Franken nimmer peinlich - blos nu für alle andern..." Und an die Worte musste ich denken, wie ich mich dann selbst auf fränkisch Reden gehört hab... Andererseits, es soll doch mehr fränkisch in den bayerischen Rundfunk, schon umgesetzt ;-)


^ Und, gefühlt klinge ich aufgenommen 15 Jahre älter, als die Stimme, die in meinem Kopf die Gedanken spricht... Lachen sie nicht, selbst Utthoff sagt, die Stimme im Kopf ist gar nicht schlimm, solange man dabei nichts neues erfährt... *grins* Soviel jedenfalls zum Thema Ton.


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^ Ein Blick und man weiß, das ist nicht der Außenring sondern der bis '92 genutzte Innenring, der Schotter zeigt's deutlich.


^ Was ist das schönste an einer Trassenwanderung? Wenn der Schmerz von den Brennesseln nachlässt... ;-)


^ Nicht die Natur, sondern der Mensch erobert hier die Trasse zurück.


^ Dem Außenring geht es in der Hinsicht noch besser.


^ Brücke Stadenstraße von unten.


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^ Erst aus Richtung Bk Eichelberg auf die Kamera zulaufen, dann der Kamera "davonlaufen".


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^ Kann man sich wie ein Star vorkommen, so von der Kamera umkreist *Größenwahn* ;-)


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^ Dieses Bild habe ich zweimal geschossen - nicht ohne Grund.


^ Man sieht im Film wie ich auf das Kameradisplay nach dem Auslösen mir kurz dieses Bild anzeigt. Damit man das "live" sieht, entstand das Bild zweimal. Da in dem Fall das Foto zugleich wieder in Display der Kamera auftauchte, wars quasi eine Matruschka-Fotokette. Jetzt hätte in dem Moment eigentlich jemand das Bild im Display der Fernsehkamera knipsen müssen...


^ Das ist neu, trotz intensiven Überlegens kamen wir beide nicht drauf, was es sein könnte. Ist das Kunst, oder kann das weg? ;-)


^ Höhenmesspunkte für's Stopfen von Schienen- praktisch für die Fahrbahner - allerdings hat neuerdings das EBA was gegen die Dinger, auf aktiven Strecken, sind die am verschwinden.


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^ Der Scheiterhaufen für die Eisenbahn?


^ Bis zur Tiefgrabenbrücke gingen wir, klar geht die Strecke weiter, aber wir hatte ja noch drei Locations auf dem Plan. Letztlich waren dann mit 2 1/2 Locations schon Material für nen 10 Minutenbeitrag vorhanden, wo doch nur 2 1/2 Minuten geplant waren... Da sehe ich wieder die Vorteile, im Internet selber bestimmen zu können, wie umfangreich etwas wird, die Scheideentscheidung wird mir da viel leichter gemacht.


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^ Ach ja, für Instagramm gabs auch Aufnahmen, leider kenne dort den Pfad noch nicht. Fun-Fact: Wie im Film, der berühmte Apfel mogelt sich ins Bild... Hier allerdings wirklich Zufall, und kein "product placement".


^ OK, hier hab ich dann auch mal paar Bilder einfach nur so geschossen.


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^ Schon eine Brücke weiter und die Bahnbrücke ist fast nicht mehr auszumachen.


^ Der Dschungel ist so nah...


^ Zunächst wendeten wir hier, aber am Rückweg gab es nochmal einen Zwischenstopp an der Stadenstraßenbrücke.


^ Am Innenring sieht man kaum noch, das man auf einer Bahnstrecke steht.


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^ Finde die Bahnstrecke...


^ Ich habe selber erstmal suchen mussen, wo man von oben noch was vom Schotter sieht.


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^ Machmal frag ich mich, ob die Autofahrer die hier langkommen wissen, wozu die Brücken mal da waren?


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^ Eigentlich wären wir hier fertig gewesen, aber spontan hatte ich dann paar Erklärungen über den weiteren Verlauf losgelassen, da entstand der Gedanke, doch nochmal kurz auch auf den Fortgang zu gehen.


^ Und so kams, das hinter dem FME-Wagen ein zusätzlicher Dreh, diesmal mit Schienen, entstand.


^ Schließlich laufe ich ja nicht nur auf Schotter sondern genauso gerne oder teils noch lieber auf noch liegenden Gleisen, auch wenn im konkreten Fall die Schienen mal wieder von der Stechrankenplage heimgesucht waren, also Fallstricke und Dornen in Hülle und F¨lle boten.


In jeden Fall danke ich Frau Schmitt für den Bericht, und das interessante Abenteuer Fernsehen. Wer die teilbegangenen Strecken im Ganzen sehen will, unten die Links zu den bekannten Seiten, bezüglich der Nürnberger Ringbahn:

Der komplette Außenring

Der nur kurz zu sehende Innenring

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